Sortieren

Im Alltag von Kindern entsteht Unordnung immer wieder wie von selbst, Chaos scheint der natürliche Zustand eines Kinderzimmers zu sein. Schnell lernen Heranwachsende, dass man Dinge besser findet, wenn man sie an ihren Platz verräumt, gewisse Regeln und Strukturen schafft. Im Verlauf der Schulkarriere kommen Schüler und Schülerinnen in Kontakt mit geordneten Spiel- und Lernumgebungen. Nach und nach werden Strategien zum schnellen Finden von Informationen vermittelt, so zum Beispiel beim Nachschlagen im Wörterbuch. Sobald die Jugendlichen in die Datenflut der digitalen Welt eintauchen, ist es auch hier unumgänglich effiziente Methoden und Tools zur Datensuche- und Ablage zu kennen. Sie lernen zu priorisieren, unterscheiden Wichtiges von Unwichtigem, bilden Kategorien, erkennen die Regeln und das „Programm“ hinter Sortierabläufen.

Während zu Beginn des Zyklus 1 vor allem auf die anwendungsorientierte Ebene und später auch auf die technischen Aspekte ein Schwerpunkt gelegt wird, sollen im Zyklus 3 auch die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft betrachtet werden. Denn Sortieralgorithmen nehmen einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Leben jedes Einzelnen und bestimmen unsere Entscheidungen immer häufiger als uns lieb ist.

02.09.2018 / Charles Helbling & Monika Kohler